Eröffnung um 19 Uhr

Es sprechen:
Nicola Borgmann, Architekturgalerie München
Ulf Meyer, Autor, Berlin
Jürgen Steffens, JSWD Architekten, Gesellschafter, Köln

Das Portfolio von JSWD Architekten aus Köln weist unterschiedlichste Projekte auf. Die Bauaufgaben differieren in Größe, Aufgabenschwerpunkt und Bauherrnschaft und werden oft in Folge gewonnener Wettbewerbe beauftragt. Ein Aspekt begleitet die bereits fertig gestellten und gerade entstehenden Bauten: die intensive Auseinandersetzung mit der Fassade, der „Haut“, die das Innere nach außen transportiert und die den Häusern einen  unverwechselbaren Charakter verleiht.

Der Autor Ulf Meyer schreibt hierzu im gerade erschienenen Büroportrait:
„Bei JSWD wird jedes Projekt wieder von Null ausgehend konzipiert und erzählt die Geschichte des Bauherrn und eines einzigartigen Ortes. Eine formale Festlegung auf ein Motiv, eine Form oder ein Material wäre da eine unlautere Einschränkung. Der einzige gemeinsame Nenner aller Werke ist die Suche nach Homogenität in Material, Baukörper, Farbe und Form. Dies ist kein „Branding“, aber ein wiedererkennbares Merkmal. Die Vielgestaltigkeit, zusätzlich genährt durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Partnern, macht die Qualität des Büros JSWD letztlich aus. Die Architekten suchen eine Haltung und nicht nur eine Meinung. Dass die Entwürfe bisweilen ganz unaufgeregt daherkommen, spricht ebenfalls für eine gelassene Architektur, die über Moden und Zeitströmungen hinausweist und so ästhetische Nachhaltigkeit sucht. Speziell die Fassaden vieler Gebäude von JSWD sind hochtechnisch in ihrer Machart und auch in ihrem Ausdruck – die Architektur von JSWD zelebriert das Technische ästhetisch jedoch nicht als Selbstzweck. Bisweilen ist die Haut des Gebäudes sogar kinetisch und verändert sich so fortwährend, ohne ein dauerhaftes Bild zu hinterlassen. Fassaden sollen nach Auffassung der Architekten von JSWD mindestens „intelligent und effizient“ sein. Wenn sie eine veränderliche Wirkung haben, können sie jedoch auch zum prägenden dreidimensionalen Element und Ornament werden. Bei jedem Gebäude sind die Architekten bestrebt, ein Thema auf den Punkt und die Fassade entsprechend zum Sprechen zu bringen. Eine formale Festlegung und eine Kategorisierung „in Schubladen“ sind unmöglich. Die angestrebte Klarheit in der Bauform ist kein Dogma. Wichtiger ist ihnen die Beschäftigung mit den Ur-Elementen der Architektur: Raum, Fassade, Übergänge zwischen innen und außen.“ (Quelle:  Portfolio JSWD Architekten, Jovis Verlag 2014)

Die Ausstellung  in der Architekturgalerie München portraitiert einige Projekte des Kölner Büros anhand von bildhaften Ausschnitten der Gebäudehüllen –   JSWD hautnah!


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