Fotografien 1975 - 1995 und Lesung
Ingrid Krau

11. Juli um 19 Uhr im Bunker an der Blumenstraße 22

Das Feuer im Bild ist längst erloschen, die Großkokerei Hansa, technologisch wie architektonisch eine Inkunabel, seit 1992 stillgelegt. Heute ist sie ein von Vegetation durchzogenes Industriedenkmal. Das Bild steht symbolhaft für das Verlöschen des Ruhrgebiets, für das in 150 Jahren ausgeformte Anthropozän, das sich in „Ewigkeitskosten“ bemisst und für das gigantische Entschwinden von Arbeit.
Professor Ingrid Krau gibt in ihrem Buch profunde Antworten, die das Verlöschen im Zeitraum eines halben Jahrhunderts und das Ausbleiben von Innovationsfähigkeit erklärt. Denn anders als sein angrenzender ländlicher Raum ist das Ruhrgebiet kein Industriegebiet mehr, aber hat auch keine tragfähige neue Gestalt gefunden. Sie setzt auf den Neubeginn der ganz jungen Generationen, auf einen Neustart, der Bildung, Ausbildung und Arbeit verbindet.

Die Autorin lebte und arbeitete lange im und für das Ruhrgebiet; in dieser Zeit sind erstaunliche Fotografien der entschwundenen Welt entstanden. In den letzten Jahren hat sie die Region erneut mit scharfem Auge in den Blick genommen.


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