Eröffnung: Donnerstag den 4. Oktober um 19.00


Für wen bauen wir eigentlich? Was passiert mit unseren Häusern, wenn sie bewohnt sind? Wer lebt in den Bauten, wenn die Abnahmen erfolgt sind und wie sieht der Alltag aus, wenn die Fotos für die Veröffentlichungen gemacht sind?

Die Ausstellung von MAIER NEUBERGER ARCHITEKTEN in der Münchner Architekturgalerie vom 4. Oktober bis 10. November geht diesen Fragen nach. Gezeigt werden Bilder von Häusern und ihren Bewohnern und Nutzern. Der Münchner Fotograf QUIRIN LEPPERT hat sie besucht und in einer Fotoreportage den Alltag dort dokumentiert. Entstanden sind Portraits von Menschen und Orten, die offen und ehrlich zeigen, wie sich Architekturen verändern wenn sie belebt sind. 

Im Blickpunkt stehen die Menschen und damit die Benutzbarkeit und Alltagstauglichkeit der geplanten Außen- und Innenräume. Denn in der Regel bleiben in den Planungsprozessen die Bewohner unbekannte Wesen. Deren Wünsche und Bedürfnisse speisen die Vermarktungsexperten der Wohnbauträger oder die Nutzervertreter bei Büroprojekten in den Entwurfsprozess ein. Häufig genug werden dabei auf der Basis vermeintlich genauer Kenntnis der Kundenwünsche belanglose Standards reproduziert. Leider wird das Haus, die Wohnung, so oft zum seelenlosen Produkt, das mit hohen Werbeetats von prämienbelohnten Vertriebsprofis an die Frau / den Mann gebracht werden muss.

Häuser sind aber keine Produkte. Sie sind Ort, Heimat und Kulturgut, auch in ihrer Alltäglichkeit. Das wird mit den Bildern von Quirin Leppert an den Bauten von Maier Neuberger deutlich.


MAIER NEUBERGER ARCHITEKTEN bauen seit 1992. Das Büro bearbeitet Projekte unterschiedlichster Größenordnungen in allen Leistungsphasen und beschäftigt derzeit 18 Mitarbeiter. 

QUIRIN LEPPERT ist People- und Architekturfotograf. Er arbeitet für Magazine, Zeitungen und Architekten. Seit 2004 lehrt er an der Uni Innsbruck Architekturfotografie.


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