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Pressemitteilungen Pressespiegel LOST TOWN Eine Kirche aus Stahl vor Englands Ostküste LOST TOWN: Eine Kirche aus Stahl vor Englands Ostküste East Anglia, von den Römern besiedelt und befestigt, später das mächtigste Königreich der Angeln und Sachsen auf englischem Boden, im Mittelalter Handelsregion mit reichen Hafenstädten, Ausgangspunkt der Christianisierung Englands (der Name Felixstowe erinnert an den Bischofssitz des Heiligen Felix, der im Jahr 630 seine Mission begann), liegt heute abseits der Wirtschafts- und Tourismuszentren der Britischen Inseln. An den Rand gedrängt wurde die Region durch die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Staates Großbritannien – und durch die Nordsee. Wellenschlag und Sturmfluten haben an den Küsten von Norfolk, Suffolk und Essex gezehrt, haben immer wieder (zuletzt in katastrophalem Ausmaß im Jahr 1953) das Marschland überschwemmt, Häfen verlanden, Dörfer und Kirchen verschwinden lassen. Die EEDA, die East of England Development Agency (www.eeda.org.uk) eine vom britischen Wirtschaftsministerium geförderte Kommission für Regionalentwicklung, will East Anglia einen neuen Platz auf der Landkarte verschaffen. Ausgelobt wurde ein internationaler Wettbewerb für ein Wahrzeichen, einen Identifikations- und Anziehungspunkt für eine vergessene Gegend. Anne Niemann und Johannes Ingrisch, zwei junge Münchner Architekten, hatten gerade ihr Diplom in der Tasche, haben sich beteiligt – und gewonnen. In den Küstenorten wird erzählt, dass man bei Sturm die Glocken der versunkenen Kirchen läuten hören kann – die Sage inspirierte die beiden Planer zu einem Entwurf von grandioser Schlichtheit. Anne Niemann und Johannes Ingrisch wollen der zum Teil versunkenen Stadt Walton-on-the-Naze an der wilden Küste von Essex ein Stück ihrer Vergangenheit zurückgeben: ihre Kirche. Als gigantische Stahlskulptur aus riesigen Edelstahlzylindern soll sie in Originalgröße an ihrem alten Standort (nun im Meer) zeigen, was Naturgewalt bedeuten kann. Die technische Durchführbarkeit ist geprüft, die Machbarkeitsstudie (drei Kilo Papier...) eingereicht, jetzt werben die Architekten weltweit um Unterstützung für ihren kontrovers diskutierten Entwurf. Das LOST TOWN Skulpturenprojekt (www.landmarkeast.org.uk, www.losttown.net) ist Thema der Ausstellung in der Architekturgalerie in der Türkenstraße. Zu sehen und zur Diskussion gestellt sind nicht nur Modelle und Pläne, sondern auch ein Kurzfilm des renommierten Filmemachers Jörg Adolph über die Stürme, denen das Projekt ausgesetzt ist, noch bevor es im Meer vor Anker geht. Die East of England Development Agency, Ausloberin des „Landmark East“ - Wettbewerbs, stellt sich im Rahmen der Ausstellung mit Informationen über die Region Ostengland vor und präsentiert weitere prämierte Entwürfe. Pressekontakt Email: mail@architekturgalerie-muenchen.de |
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