Im Rahmen der Ausstellung „Community Happens Here: 20 Years of Encounters in Architecture“, beschäftigen sich steidle architekten mit der Frage wie sich unser Zusammenleben in Zukunft organisieren wird und welche Beiträge die Stadtplanung und Architektur dazu liefern kann. Die Arbeit des Büros der letzten 20 Jahre hat sich intensiv dem Thema des Erhalts und des zukunftsfähigen Weiterbaus der lebendigen, menschlichen und kommunikativen Stadt gewidmet.
Zum Podiumsgespräch sind die Vertreter von herausragenden Projekten und Institutionen eingeladen, die für begeisternde Begegnungen und Arbeiten stehen, die steidle architekten in den letzten 20 Jahren gemeinsam mit ihnen entwickelt hat. Wir wollen mit ihnen darüber reden, wie sie es gemacht haben, wie sie es anders gemacht haben, warum sie es anders gemacht haben und was sie in Zukunft noch anders machen wollen! How they Created and will Create Community!
Sabine Hansky vom Munich Urban CoLab. Sie organisiert als Director Programm & Urban Develpoment das Zusammenspiel von Konzern und Startups, Handwerk und Hightech Forschung, gestaltet aktiv das „Zusammenleben“ in einem bewusst hybrid aufgestellten Gebäude.
Caroline Eckart war die langjährige Geschäftsführerin der „EventFabrik“ im Werksviertel, als Betreiberin der identitätsstiftenden Gastronomien und Veranstaltungsorte sorgte sie für die einmalige Anziehungskraft dieses Quartiers.
Tim von Winning verantwortet als 3.Bürgermeister und Baubürgermeister der Stadt Ulm die Planungs- und Bodenpolitik der Stadt die als eine der wenigen deutschen Großstädte mit bezahlbaren Mieten und gutem Gemeinschaftsleben gilt.
Till Hofmann, hat sich als Inspirator und Vorstand der Sozialgenossenschaft „Bellevue Di Monaco“ nicht nur für das aktive Zusammenleben von Flüchtlingen mit Einheimischen eingesetzt sondern auch durch unzählige weitere urbane Interventionen den liberalen Geist und die offene Gesellschaft in München und darüber hinaus maßgeblich und wie kaum ein anderer beeinflusst.
Rainer Hofmann, Geschäftsführer von bogevischs buero hat mit seiner Genossenschaftsgründung „Das kleine große Haus“ im Münchner Kreativquartier ein neues Modell für bezahlbares, gemeinschaftliches Leben und Arbeiten in der Großstadt entwickelt. Ihr Beitrag für das genossenschaftliche Wohnprojekt „wagnisART“ in München erfuhr weitreichende Beachtung und wurde vielfach bepreist.
Die Haltung des Büros steidle Architekten wirkt aktiv den stark zunehmenden Individualisierungs- Spezialisierungs- und Vereinsamungstendenzen entgegen, sie sucht nach neuen Räumen und Formen des zeitgenössischen Zusammenlebens und lädt zum Dialog ein.
In diesem komplexen Themenfeld kann es nicht mehr nur darum gehen den einen, universalen Lösungsansatz zu finden. Es geht vielmehr darum für diese Herausforderungen immer wieder neue, empathische Angebote auf den verschiedensten Ebenen zu schaffen, den Dialog zu suchen, auch um dadurch vermeintlich unumstößliche Zwänge der Wirtschafts- und Immobilienwelt zu hinterfragen und neue Lösungsansätze freizulegen. Dies kann nur im gelungenen Zusammenspiel der räumlichen und atmosphärischen Potentiale der Architektur mit dem spannenden Betreiben und Beleben dieser Räume geschehen.