Unter dem Titel "form follows fiction“ zeigt die Ausstellung in der Architekturgalerie München drei Projekte des Büros huggenbergerfriess, die für die Arbeitsweise des Schweizer Architekturbüros stellvertretend sind: Die Kantonsschule Heerbrugg (2014), den Limmat Tower (Dietikon, 2016) und das gerade fertiggestellte Wohnhaus Solaris (Zürich, 2017).

Die räumliche Struktur der Galerie ausnutzend, werden die Projekte auf verschiedenen Ebenen verglichen:
Der Raum 1 wird zum Dialograum: Detaillierte Volumenmodelle, die die Gebäude als Objekte zeigen, stehen im Dialog mit 1:1 Fassadenmodellen, die in abstraktem Weiss die Rückwand der Galerie vollständig ausfüllen und den Raum gleichzeitig zum Innenhof umdeuten. Ergänzt wird diese physische Anordnung durch 3D-Virtual-Reality-Filme samt zugehöriger Brillen.
Der Raum 2 wird zum Referenzraum. Mit einer selektiven Buchauswahl laden wir die Besucher ein, in diesem als Lounge eingerichteten Raum in die Referenzwelten einzutauchen.
Der Raum 3 wird zum Materialraum: grossformatige Ausführungspläne und Materialmuster eröffnen die Möglichkeit, die Oberflächen und Farben haptisch zu erleben und veranschaulichen, dass die Konstruktion integraler Bestandteil der volumetrischen und strukturellen Konzeption der Projekte ist.
Diese verschiedenen Betrachtungsebenen ermöglichen dem Ausstellungsbesucher, die Arbeit von huggenbergerfries nicht nur anhand abstrakter Artefakte zu diskutieren, sondern die in der Schweiz gebauten Häuser mit all ihren Facetten in München zu erleben.


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